Lieblingslieder – auch abends im Bett!

Die gute Stube

Der vielversprechende Anblick köstlicher Kuchen und belegter Brötchen lädt zum Verweilen ein. „Nur herein in die gute Stube!“, scheinen sie zu sagen. Und der Koinoniasaal füllt sich – manche brauchen etwas länger, um ihren Platz an einem der sechseckigen Tische  einzunehmen. Aber das macht nichts. Mit Geduld und hier und da etwas Hilfestellung kommt jeder ans Ziel. Herzliche Begrüßungen, mitfühlende Worte, ein warmer Händedruck. Keiner bleibt unbeachtet. Hier ist jeder wichtig, mit seinen Sorgen, seinen Schwächen, seiner Einsamkeit. Es ist Donnerstagnachmittag, kurz vor drei: Seniorentreff in der CGV.  Fleißige Mitarbeiter huschen noch hin und her: Geburtstagskerzen anzünden, bunte Kaffeekannen auf den Tischen verteilen, das Mikrofon startklar machen.

Lieblingslieder

Heute sind besondere Gäste gekommen: Tommes und Doortje Riener* werden von ihrem Missionsdienst in Kenia berichten. Alle freuen sich, sie zu sehen.

Nach kurzer Einleitung wird das erste Geburtstagswunschlied angestimmt. Mit Klavierbegleitung singen etwa vierzig Stimmern das Lieblingslied des Geburtstagskindes. Eine Seniorin drückte einmal am Schluss „ihres“ Liedes aus, wieviel es ihr bedeutet: „Das singe ich auch abends, wenn ich im Bett bin“.

Weltveränderer

Die Gebetszeit gehört genauso zum Seniorentreff wie Lieder und geistliche Impulse. Wer will, hat die Möglichkeit, laut zu beten: Dank für die Geburtstagskinder, Bitte für die Kranken, die Trauernden, die Missionare, und Lobpreis für Schutz und Segen, für Jesus und Errettung. Jedes Gebet drückt eine tiefe Beziehung zu Gott aus. Wenn die äußeren Kräfte schwinden, leuchtet der innere, geistliche Schatz um so stärker hervor.  Es ist inspirierend, das zu spüren. Die Senioren sind Beter – und damit Weltveränderer.

So viel Zeit muss sein…

Beim Kaffeetrinken mit all den Leckereien herrscht munteres Geplauder. Genuss und Gemeinschaft, das gehört zusammen. Selbstverständlich ist man auch füreinander da: Wer nicht mehr gut allein zurecht kommt, kann mit der Hilfe seiner Tischnachbarn rechnen.

Bevor die Missionare mit ihrem Bericht starten, räumen viele Hände das Geschirr ab. Dann erzählen Tommes und Doortje – persönlich und ehrlich, spannend und berührend. Mission wird greifbar für die Zuhörer. Zum Schluss beten einige für namentlich genannte Somalis. Es ist schon fünf Uhr durch – aber das darf heute ausnahmsweise mal sein. Manchmal muss man sich eben die Zeit nehmen – auch im (Un-)Ruhestand.

Ruth Halstenberg

Wenn die Schale zerbricht, wird der Kern sichtbar : Christus in dir, die Hoffnung der Herrlichkeit. Nur Jesus und du. Das ist fast schon Himmel.