Das „WIE“ vor dem „WAS“

Ein Wort der CGV-Gemeindeleitung

Philipper 2, 1 – 5 (NGÜ)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde,

ungewöhnliche Zeiten fordern ungewöhnliche Maßnahmen. Wir wenden uns heute an euch, um unsere Gedanken mit euch zu teilen… und darüber mit nachzudenken.

Allein ein Thema scheint diese Zeit zu beherrschen und steht im Fokus: Corona und die Folgen.

Einerseits ist jeder von uns aufgerufen, sich eigenverantwortlich damit auseinandersetzen. Andererseits betrifft es uns auch als Gemeinde auf vielfältige Weise. Kaum ein Gespräch im Familien- oder Freundeskreis oder im beruflichen Umfeld, das sich nicht auch darum dreht.

Wir sind gemeinsam als Gemeinde gefordert, uns verantwortlich mit dem Thema und allen möglichen kurz- und langfristigen Folgen für die Gemeinde auseinanderzusetzen. Teilweise wurden diese Gespräche und die Meinungen dazu, was zu tun und was zu lassen sei, immer wieder an unterschiedlichen Stellen geführt. Dabei leider auch auf eine sehr verkürzte Weise. Nicht jedes WhatsApp-Emoji wird einem komplexen Thema gerecht und wird vom Empfänger auch noch richtig aufgefasst. Manche Kurznachricht in einer Gruppe verunsichert eher, als dass sie helfen würde.

Das „WIE“ – eine Haltungsfrage

Zwischen dem Reiz und der Reaktion liegt die Freiheit!

Die Freiheit zu reflektieren. Die Freiheit sein Gegenüber wahrzunehmen. Die Freiheit zu bedenken, wie man was sagt.
„Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ Jakobus 1,19 (Schlachter)

Wir sehen an vielen Stellen des Neuen Testaments, dass Spannungen und Konflikte zur Lebenswirklichkeit auch einer Gemeinde gehören. Abwägungsprozesse sind nicht immer einfach. Am Anfang steht nicht die Lösung, sondern die Spannung. Sein Wort sagt uns, wie wir diese Spannungen miteinander auflösen:

„Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl. Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.“ Philipper 2, 4-5 (NGÜ)

Das „WAS“ – unser Fundament

Gottes Wort will uns Richtung und Orientierung geben. Wir sind gut beraten -gerade in Zeiten, die uns verunsichern- dort Sicherheit zu suchen. Nicht bei den Vielen, die aufstehen, die vorgeben ‚die Wahrheit‘ zu kennen und… die laut sprechen. Geben wir auf Gottes verlässliches Wort acht.

Auch wir als Gemeindeleitung haben uns in den letzten Wochen und Monaten immer wieder – gelegentlich durchaus kontrovers und abwägend – mit alldem beschäftigt. Unsere Entscheidungen waren dabei immer selbstverständlich davon geprägt, was einerseits erlaubt, aber andererseits auch möglich ist…

… und natürlich und nicht zuletzt, was unser aller Verantwortung vor dem Herrn der Gemeinde ist. Unserem Herrn Jesus Christus, dem Haupt.

  • Wir als Gemeinde befolgen selbstverständlich die von den Regierungen und den lokalen Behörden angeordneten Maßnahmen und empfehlen diese auch unseren Mitgliedern und Freunden.
    „Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen. Denn alle staatliche Autorität kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt.  Dem Staat den Gehorsam zu verweigern heißt also, sich der von Gott eingesetzten Ordnung zu widersetzen. Wer darum dem Staat den Gehorsam verweigert, wird zu Recht bestraft werden.“ Römer 13,1 und 2 (NGÜ)
  • Wir distanzieren uns klar von allen sogenannten „Verschwörungstheorien“, die insbesondere im Zusammenhang mit Corona, Impfung und vermeintlicher Manipulation aktuell verbreitet werden. Die angeordneten bzw. empfohlenen Maßnahmen sind nicht Ausdruck einer ‚Verfolgung‘. Vielmehr wird von staatlicher Seite ausgesprochen sensibel mit der grundgesetzlich geschützten Freiheit der Religionsausübung umgegangen.
    Es beschämt, wenn man die vernünftigen, ausgewogenen, alle in Deutschland lebenden Menschen in gleicher Weise treffenden Maßnahmen derart ins Missverhältnis zu den wirklich verfolgten Menschen weltweit setzt!
  • Wir rufen besonders zu Wachsamkeit und zum einmütigen Gebet. Dies gilt besonders angesichts von Entwicklungen, in denen immer wieder Parallelen zu den Themen der Offenbarung zu finden sind.
  • Die Regierenden sind in keiner beneidenswerten Situation. Wir sind gewiss, dass ihr Handeln nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt. Fehlerfrei ist es -wie bei jedem Menschen- nicht immer. Deshalb beten wir um Weisheit für unsere Regierungen!
    .

Wir bitten euch daher, dass wir uns alle gemeinsam auf die genannten Aspekte besinnen und gemeinsam:

  • in Gottes Wort suchen
  • seine Antworten entdecken und
  • dadurch in seiner Sicherheit leben

Wir freuen uns auf die Antworten und Verheißungen, die ihr in Gottes Wort zu den aktuellen Umständen findet – bitte teilt sie uns mit!

Auch in den kommenden Wochen werden wir uns weiter zu ausgewählten aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit Corona in geeigneter Form (vielleicht als Video-Podcast) äußern.

Herzliche Grüße und Gottes Segen
Eure Gemeindeleitung

 

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